Und manchmal sind Bahnfahrten einfach nur traurig…
Di, Aug 28, 2007
Hallo…
Es ist gleich halb zwei Uhr nachts. Ich bin vor etwa einer Stunde heimgekommen von der Arbeit. Und ich möchte euch ein Erlebnis erzählen, von dem ich hoffe, dass es einmalig bleibt, auch in meiner Zukunft als Bahnreisender.
Es ist schwierig, hier zu entscheiden, was ich schreiben sollte und was nicht. Dennoch sind es Erlebnisse und ich werde zwei, drei detaillierte Dinge zu dieser Situation erwähnen. Sollten Personen mit meinem Beitrag nicht einverstanden sein, bin ich gerne für Kritik und Anregung offen. Bitte fühlt euch frei, mir zu schreiben!
Nach meiner Arbeitsschicht in Zürich, fuhr ich heute Abend mit einer Kollegin nach Hause, die morgen ihren letzten Arbeitstag bei uns in der Firma hat. Da wir lange keine Möglichkeit mehr zum reden hatten, haben wir die Fahrt genutzt und ich einen längeren Heimweg in Kauf genommen (wie ich das schon ab und zu tat).
In Brugg stieg ich dann in meinen Zug, Richtung Olten und anschliessend Langenthal. Im vordersten Wagen sitzend, las meine Zeitung, ass meine Schokolade und trank meine Cola.
Wir passierten Rupperswil… auf einmal hörte ich das Hupen des Zuges, und dann die Einleitung der Notbremsung des Lokführers. Während des Bremsvorgang hörte man ein weiteres schwer definierbares Geräusch. Und nach einem unendlich lang erscheinenden Bremsweg (und es ist nicht übertrieben… der Bremsweg eines Zuges ist selbst einer Notbremsung bei einer Geschwindigkeit von rund 120km/h bis zu 500 Metern lang… Weiteres zu Bremswegen in einem der folgenden Beiträge) standen wir erstmal… Ohne dass etwas passierte.
Einige Minuten später meldete sich der Zugführer über die Sprechanlage, es hätte einen Personenunfall gegeben. Wir würden weitere Informationen bekommen. Er stieg aus dem Zug aus, man hörte auf einmal Stimmen, eine junge Frauenstimme schien zu schreien. Der Zugführer rief nach den Leuten, sie sollen doch bitte in den Zug kommen.
Spätestens in dem Moment, als ich realisierte dass hier wohl zumindest eine Person in einem Schockzustand war, beschloss ich, zu helfen. Mit der Kaderausbildung des Zivilschutzes ist man nicht Sanitäter oder Polizist, aber man hat in jedem Bereich eine gute Grundausbildung, um auch in solchen Situationen helfen zu können. Ich ging zu den Leuten, stellte mich vor und bot meine Hilfe an, welche auch gerne angenommen wurde. Ich versuchte mir ein Bild von der Lage zu verschaffen:
Laut den Aussagen des Zugführers, war eine unbekannte Person beim Bahnhof Rupperswil in den mit voller Geschwindigkeit fahrenden Zug gelaufen. Ob die Person dabei bewusst vor den Zug gesprungen war, oder ob es sich dabei um einen tragischen Unfall handelte, das ist mir zurzeit nicht klar.
Die junge Frau, welche sich im Schockzustand befand, hatte das Ganze mit einigen anderen Personen mitansehen müssen. Zwar kannte sie die verunfallte Person nicht, aber es ist verständlich, dass wenn man dies mitansehen muss, eine solche Reaktion ausgelöst wird (oder werden kann).
Mit diesen Informationen versuchte ich dann vor allem, die junge Frau, so gut es ging, psychologisch zu betreuen. Ein wenig Cola und etwas Schokolade war von meinem Abendessen übrig geblieben. Beides bot ich ihr an, sobald es möglich war, mit ihr zu sprechen.
Auch ihre Kollegen kümmerten sich um sie, so dass die Frau gut betreut war. Ein grosses Lob an die drei Jungs. Das war sehr gute Arbeit.
Auch der Zugchef und dessen Kollegin (übrigens beides junge Leute), handelten vorbildlich: Sie behielten den Überblick, einen kühlen Kopf und wussten sich sehr gut durchzusetzen. Ein grosses Lob geht ebenfalls an den Zugführer, der in dieser Situation sehr professionell handelte und ebenfalls einen klaren Kopf behielt.
Nach einer Zeit, die mir unendlich erschien, traf dann die Polizei ein. Nach kurzem Informationsaustausch telefonierte ich mit den Eltern der jungen Frau und gab Ihnen an, wo sie doch bitte hinkommen mögen, um Ihre Tochter zu sehen und abzuholen. Danach war meine Arbeit beendet und die Polizei, die Sanität und das psychologische Careteam übernahm schnell und professionell.
Im Zug warteten wir nun auf den Ersatzzug Richtung Aarau. Während der Zugchef und seine Kollegin im Zug unterwegs waren, blieb ich beim Zugführer, um mich mit ihm zu unterhalten und zumindest abzusichern, dass er nicht allein dort wartet. Ebenfalls war eine Frau anwesend, die froh war, mit Anwesenden sprechen zu können. Auch wenn die Personen im Zug nicht involviert sind, so kann das schon an die Nieren gehen, bei einem solchen Unglück dabei zu sein.
Eine Frage, die sich mir stellte, während ich beim Einsatz beteiligt war, lautete: Ist es gut, wenn man seine Hilfe anbietet? Oder steht man nur im Weg? Sollte man die Bähnler alleine arbeiten lassen, oder soll man etwas tun? Wird man vielleicht als Gaffer abgestempelt? O. meinte später am Telefon: Überlegt euch, ob ihr grundsätzlich bei Notfällen und Ereignissen solcher Art, eure Hilfe anbieten wollt. Denn wenn ihr euch erst im Moment der Sitution entscheiden wollt, werweist ihr zu lange… Trefft eure persönliche Entscheidung, und wenn etwas passiert, handelt danach.
Für mich war in dem entscheidenden Moment klar: ich habe eine Ausbildung, und ich kann meine Hilfe anbieten. Wenn sie unnötig oder nicht angenommen werden möchte, dann ist das okay für mich, aber ich kann und will helfen und deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass ich in dieser Situation zu helfen versuche.
Und ich bin mit diesem Erlebnis bestärkt, dies wieder zu tun, wenn es nötig sein sollte.
Nochmal möchte ich erwähnen: Alle Beteiligten haben sich professionell verhalten und so zur Ruhe in der Situation beigetragen.
Und ich möchte hier auch mein Beileid an die Angehörigen der mir unbekannten Person ausdrücken, welche durch dieses Unglück einen geliebten Menschen verloren haben. Mögen sie in diesen schweren Stunden Trost finden.
Ich verabschiede mich von euch und lege mich nun schlafen
Euer
Chris
Foto: frank.b
Lizenz: cc


Ich bin die Reisezugbegleiterin von diesem besagten Zug.
Für beide von uns (Zugbegleitern) war es der erste Personenunfall. Man macht das Szenario theoretisch einige Male durch während der Ausbildung (welche ich im Nov. 06 abgeschlossen habe) aber in Realität ist es etwas ganz Anderes. Die Geräusche gehen einem durch March und Bein!
Wir waren sehr froh, dass du uns deine Hilfe angeboten hast, man hat schnell gemerkt, dass du “druus chunnsch”. SBB-Betrieblich konntest du zwar nicht viel verrichten, nahmst uns aber viel und sehr wichtige Arbeit ab, in dem du dich um die junge, unter Schock stehende Frau und ihre Kollegen gekümmert hast! Merci viel Mal namal!
Falls jemand von euch einmal in der Situation ist, fragen ob Hilfe gebraucht werden kann, schadet nie! Es kann sein, dass ein, in diesem Fall Zugbegleiter oder Lokführer gestresst und eventuell rabiat antwortet. Nehmt uns das nicht übel, das ist für uns unter umständen eine extreme Stresssituation.
Wir hatten ein riesen Glück dass unser Lokführer so gut reagiert hatte!
Noch eine kleine Anmerkung, als wir um 0.20 den Zug, immernoch am selben Punkt stehend, verliessen, waren die Polizeiarbeiten immernoch im Gange. Der Vorfall ereignete sich um 22.10 Uhr.
Hier ein Apell an alle die das lesen:
GLEISE ÜBERSCHREITEN IST NICHT EINFACH SO VERBOTEN! BITTE GEHT NIE, AUCH WENN IHR DENKT IHR KENNT DEN FAHRPLAN UND DIE ZUGBEWEGUNGEN IN-UND AUSWENDIG! GLAUBT MIR, IHR KENNT IHN NICHT!
ES GIBT GAR KEINEN GRUND IRGENDWELCHE GLEISE ZU ÜBERSCHREITEN!
Merci Chris!
Lg Steffi
Hallo Steffi
Danke für deinen ausführlichen Kommentar und die SMS von letzter Nacht. Gerade der letzte Absatz ist sehr wichtig. Interessant ist auch, dass man grundsätzlich den Bremsweg eines Zuges völlig unterschätzt und auch das zu Unfällen führt. Dazu werde ich demnächst etwas schreiben.
Ja, das Verhalten des Zugführers hat mich sehr überraschte und im Gespräch mit ihm musste ich sagen: Es geht ihm gut. Ich bin froh, dass er 36 Jahre Berufserfahrung hatte… Das war vermutlich sehr wichtig und hilfreich für ihn.
Und nochmal zu erwähnen: Du und dein Kollege, ihr habt euch sehr professionell verhalten. Dafür dass es das erste (und hoffentlich letzte) Mal war, hattet ihr die Situation voll im Griff. Deshalb der Dank besonders auch an euch.
Gruss
Christoph, Chris, was auch immer
hmm.. zugfahren ist traurig..
jeder zug anschauen lässt mich erinnern.
vor ein paar monaten musste ich erfahren, dass auch ein lieber mensch durch ein zugunfall ums leben gekommen ist. und ich weiß wie grausam das für seine familie ist und wie schlimm es wohl erst für die zugführer sein muss.
und helfen ist wichtig- wenn man kann und sich selbst in der lage dazu fühlt
Hallo Chris
Ich möchte mich bei Dir für Deine Ünterstützung und Mithilfe herzlich bedanken! Dein toller Einsatz gab mir die Möglichkeit mich um andere Dinge zu kümmern. Es stimmt mich positiv, dass es noch junge Helfer deinesgleichen gibt – merci vielmal!
Weiterhin alles Gute und eine gute Zeit.
Der gestrige Zugschef
Beat
Immer wieder ereignen sich solche Unfälle…. ich hoffe für euch alle daran beteiligten, ist es das erste und letzte mal, dass ihr so was erleben musstet. Auch ich kenne das markerschütternde Geräusch.
Hut ab, dass ihr euch alle so verhalten habt, denn es ist nicht selbstverständlich, in dieser Situation, die Ruhe zu bewahren. Betreuung in solchen Situationen ist wichtig, für alle beteiligten…
Cathy
Danke für eure Kommentare.
Sie sagen sehr viel aus über solche Ereignisse. Klar, man darf das alles nicht hochpushen, es passiert leider immer wieder… aber man macht sich doch immer wieder Gedanken darüber und das ist auch gut so. Man setzt sich mit dem Thema auseinander und man lernt immer wieder aus solchen Situationen.
Ich bin mir ganz sicher, auch die junge Frau von gestern Abend wird nie ein Gleis überqueren…
@Beat: Danke für die Worte. Ich finde es – wie schon beschrieben – irgedwie selbstverständlich, dass wenn man helfen kann, dass man es macht. Ich habe mich aber sehr gefreut, euch hier zu lesen
das hätte ich nicht erwartet
Chris
gott weiss wenner wo weli luet brucht.. i chamers nid andersch erchlaere dass du denn det xi bisch… aber fends uu schoen dassd hesch choene helfe…dasch oeppis woni liebe, wenni merke, dass mer mech cha bruche, au wenns sonen schlimmi situation isch…
merci na fuerd charte =) ha mi gfreut!
gruessli us texas
sarah
Hallo Chris, am Sonntag 10.2.08 machten sich mein Freund und ich uns auf den Weg in die Ferien, ins Engadin. Früh Morgens standen wir auf, nahmen den Zug in Bern und fuhren Richtung Zürich. Kurz vor Lenzburg, es war etwa 0750 Uhr machte der Zug eine Vollbremsung – ein Hupen und ein welscher Lokomotivführer meldete wegen einer Betriebsstörung sollten sich alle Fahrgäste, es waren wenige an diesem Sonntagmorgen, sich ins hintere Zugabteil (innerhalb des Zuges) begeben. Ich blödelte mit meinem Freund und nervte mich ein bisschen, mit Verspätung war zu rechnen und wir würden den Anschluss nach Chur wohl nicht mehr erreichen. Wir begaben uns vom doppelstöckigen Zug die Treppe runter und dann nach vorne in den vorderen Zug, wo vor uns schon einige Leute liefen. Ich schaute per Zufall durchs Zugsfenster und sah ein paar schwarze Nike-Turnschuhe liegen. Hingeworfen aufs Perron. Ich zeigte diese meinem Freund, machte Witze…wir stiegen aus, den wenigen Leuten, die nun draussen auf dem Perron weiter nach vorne zur Treppe und zum Zugsende liefen, nach. Finger, Fleisch, ein abgeschnittener Fuss. Diesen Anblick werde ich nie vergessen. Ich spürte jedoch in diesem Moment nichts. Ich war einfach sprachlos. Weisse, zerrissene Tennissocken, der zweite Fuss. Eine ältere Dame, die mit der Digitalkamera ein Foto schoss. Polizeisirenen, Ambulanz, Bahnpolizisten.
Ich werde es nie vergessen. Die Bilder verfolgen mich täglich. Und ich frage mich, wer dieser Mensch war. Das werden wir nie wissen.
Was ist mir dabei alles durch den Kopf gegangen? Ohnmacht. Warum treibt es einen Menschen dazu, soetwas zu machen?
Wir alle sollten mit unseren Mitmenschen sorgfältig umgehen, nachfragen, Anteil nehmen.
Ich wünsche dir auch weiterhin viel Kraft. Auch in deinem Beruf. Ich habe übrigens den gleichen.
Alles Liebe.
hallo chris,
es ist nun 2 tage her, dass meine zwei freundinnen und ich mit unseren hunden zur runde unterwegs waren. unser weg führt die ganze zeit neben den bahnschienen her. meine eine freundin, sah an diesem trüben, nebligen nachmittag einen mann auf der bank sitzen, der auf den see schaute und sehr in sich gekehrt und bedrückt aussah und ihn deshalb grüßte. diese erschreckte sich fürchterlich, aber dann mit einem entspannten und einem lächeln im gesicht zurück grüßte. wir waren etwas verwundert das er so erschrocken reagierte, setzen unseren spaziergang aber weiter fort. wir gingen zu unserem punkt wo wir eine kurze rast machten und gingen die gleiche strecke wieder zurück. auf einmal hörten wir einen langen pfeifton vom zug, der uns irgendwie bewußt machte, dass etwas passiert sein muss und wir sahen aus der entfernung, dass auch der zug stehenblieb. eine freundin sagte plötzlich, dass bestimmt der mann etwas damit zu tun hat. wir reagierten alle drei unterschiedlich die eine wollte helfen, die andere meinte dem können wir nicht mehr helfen und ich konnte nicht helfen. nach ein paar minuten erreichten wir den unglücksort und der zugführer sagte uns wir sollten zur anderen seite schauen, er hätte einen mann unter dem zug. und da gab es keinen zweifel mehr es war der mann, den wir noch minuten vorher gegrüßt hatten. mir schnürte es die luft ab, so dass ich kaum atmen konnte….
wir haben am morgen danach den mut gefunden, von dem wir nicht gedacht haben, dass wir es schaffen und haben diesem mann eine kerze gezündet und ihm blumen hingelegt und ihm alles gute gewünscht.
es ist nun der 2 tag nach diesem unglück, gleich kommen meine freundinnen und eine frau, mit der wir reden werden und hoffen, dass wir auch bald wieder die ruhe finden.
großen respekt an die mitarbeiter der bahn, der feuerwehr, der polizei und alle anderen helfer, es braucht solche menschen mit solch einer stärke oder wie man es auch nennen mag, doch leider muss ich sagen, könnte ich in solchen extremsituationen, glaube ich, leider nicht helfen.
ganz liebe grüße
Ich weiss, dieser Eintrag von dir ist schon etwas älter, trotzdem möchte ich hier noch von meinem Erlebnis gestern Abend berichten:
Anlässlich des Auswärtsspiels des FC St. Gallen in Giubiasco im Tessin waren wir rund 260 Leute in einem Extrazug.
Auf dem Heimweg bremste der Zug plötzlich und erst dachten wir, da hat einer von uns die Notbremse gezogen (passiert öfters mal) aber dann kam die Durchsage, dass wir den Zug nicht verlassen dürfen, weil es einen Personenunfall gab.
Wir standen fast eine Stunde auf der Einfahrt zum Bahnhof Rotkreuz. Als die Feuerwehr dann mit grossen Lichtanlagen alles beleuchtete, sah ich plötzlich ein Bein und eine Hand unter unserem Fenster liegen.
Die junge Frau, so erfuhren wir, hatte auch eine Tasche und Pillen bei sich.
Ich werde dies bestimmt nicht so schnell vergessen. Dadurch habe ich ein ganz anderes Bild der SBB, denn mir (und etlichen anderen) wurde das Taxi bezahlt, in meinem Fall 164.60 CHF! Nun muss ich das aber erst irgendwie verarbeiten..
hallo greezer
Mein Gott, Du redest von IHR! Ich bin immer noch völlig bestürzt!
Vielleicht hilft es Dir, dass Du weist, dass Sie wirklich mit dem Leben abgeschlossen hatte und es für Sie eine Erlösung war. Es ist unverständlich und man möchte so gerne die Uhr retour drehen, aber … ich hoffe, Sie hat jetzt den Frieden gefunden, den Sie auf Erden immer gesucht hatte.
In tiefer Trauer
Ich
Hallo Chris
Danke für das einrichten dieses Blogs. Auch ich durfte letzten Freitag kurz vor halb vier einen solchen Personenunfall miterleben, das erste und hoffentlich auch das letzte Mal. Ich schliesse mich allen anderen Personen, welche schone einen solchen Personen Unfall miterleben mussten an, das dieses Geräusch welches bei einem Solchen Unfall erzeugt wird ein hässliches und nicht zu beschreibendes ist.
Uns ist wie gesagt eine Person (Geschlecht nicht bekannt) vor den Zug gesprungen als wir ungefähr auf der Höhe Ebikon waren. Weil ich mich im vordesten Wagen befand, bekam man alles mit. Im Moment des Geschehens lies ein älterer Man verlauten das eine Person überfahren wurde, da er das Geräusch kenne. Darauf hin erwiderte ich Ihm, dass dies gerade so gut ein Technischer Defekt sein könnte wenn beispielsweise eine Druckluftleitung gerissen wäre. Zum anderen denke ich auch, dass man mit solchen Aussagen etwas behutsamer umgehen sollte, da einige Personen etwas sensibler sind als andere und leichter in Panik geraten könnten. Auch bei uns hat sich das Zugspersonal vorbildlich verhalten, nur muss ich diejenigen Personen (Passagiere) Tadeln, welche nur gafften und die ganze Zeit aussteigen wollten. Solche Leute bezeichne ich als den Abschaum unserer Gesellschaft oder Katastrophen Geil (Einfach widerlich solche gefühlskalte Menschen). Auch wenn ich nicht helfen konnte so bedanke ich mich bei den Mitarbeitern der Polizei und der SBB welche so speditiv arbeiteten und der Zug nach ca. 50 Minuten weiterfahren liessen.
Ebenfalls möchte ich mein herzlichstes Beileid gegenüber den Personen aussprechen, welche eine geliebte Person am letzten Freitag verlieren mussten. Auch wenn ich nicht Religiös bin so habe auch ich dieser Person eine Kerze angezündet mit der Hoffnung, dass diese Seele nun Ihren Frieden finden möge.
In tiefer Anteilnahme
Raphi