Journalismus für Anfänger
Do, Mai 8, 2008
Donnerstag ist meist der Tag, an dem ich alle Gratis-Tageszeitungen lese. Am Morgen nach Bern mit dem 20 Minuten, am Nachmittag zurück nach Zürich mit dem News. Spätestens in Oerlikon gibt es dann noch das .ch und auf der Heimreise noch das heute. Zwar liest man alles viermal (ausser im heute lese ich meistens bereits das was in News, 20Min und .ch morgen stehen wird), aber manchmal trifft man auch auf journalistische Perlen, wie heute im .ch.
Da findet sich doch irgendwo in der Blattmitte einen Artikel über die Vorpremiere von Herrn Giacobbo’s neuem Theaterstück “Business Class“:

(Für Grossversion Bild anklicken)
Das Bild von Victor ist ja in Ordnung, aber wenn man schon Journalistisch tätig ist, dann sollte man auch Deutsch können:

Wie war das nochmal mit viel und fiel? Da war doch irgendwas… Ich empfehl dazu das Übungsblatt der Schule Hauptwil. Hier klicken

Auch männliche und weibliche Substantive haben so ihre Tücken. Die Rollade ist aber nicht mit der Roulade zu verwechseln. Diese ist nämlich weiblich. Und viel (und nicht etwa fiel) besser als der Rollladen. Diesen schreibt man übrigens laut der neuen deutschen Rechtschreibung mit drei l.
Was ich auch noch gerne von der Autorin Dorothea Schläpfer gewusst hätte, von was für Aktionären sie in ihrem Artikel spricht. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es die Aktionäre einer Giacobbo AG waren
Und wenn wir schon gerade dabei sind: Welche Aktie kostet denn 10’000 Franken pro Stück??
Liebe Frau Schläpfer, das nächste mal behalten Sie bitte den Duden in Griffweite und bei Unklarheiten fragen Sie Ihre Kollegin oder Ihren Kollegen. Im Notfall können diese den Artikel auch durchlesen, falls Sie denken, er könnte leicht unklar wirken.
Übrigens: Auch mein Bloggerkollege Herr Goggi hat letztlich von solchen intellektuellen Ergüssen erfahren dürfen. Sein hochbrisanter Report über eher stilistische Ungereimtheiten und Komplexitäten lesen Sie hier nach: Klick.
Herzlichst,
Ihr Chris
p.S: Allfällige Fehler dürfen meine Leserinnen und Leser gerne behalten. In Anbetracht der Uhrzeiten, um welche die Beiträge geschrieben werden, gelten Dieselben (also die Uhrzeiten) als Ausrede für die allfällig gefundenen und von mir verschenkten Fehler. Echt jetzt.


Die Lindt & Sprüngli Aktie kostet sogar 35’000 Franken.
au weia
Teuer teuer, da muss ich wohl meine Ansicht, dass man meistens viele günstige Aktien hat und nicht sooo teure, mal gaaanz schnell revidieren
Naja, und ich denke, die Autorin meinte die Casino Winterthur Aktionäre. Jedenfalls hat das O. so verstanden und dann wirds wohl stimmen
Ich glaub ich wünsch mir zum nächsten Geburi eine Aktie
Muss nicht gleich Lindt & Sprüngli sein, eine vom Casino Winterthur reicht
Der PC-Tipp hatte vor ein paar Wochen auch eine schlechte Phase; der Newsletter war stets voller Stilblüten und Fehler. Komischerweise schien das intern niemanden zu stören – erst nach einer Intervention wurde offenbar verstärkt gegengelesen.
Noch doofer sind allerdings solche Dinge…
Oje oje, scheint wohl grad eine Phase zu sein
Man sollte dann doch mal einen Kurs organisieren *g*